Küste von Oregon und Redwood National Park ...
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Mittwoch
& Donnerstag, 18. & 19. August 2004 |
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Klaus:
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Freitag,
20. bis Sonntag, 22. August 2004 |
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Klaus: Die gigantischen Redwood Trees gelten als die größten und ältesten Lebewesen der Welt. Und was das in Natura bedeutet, erleben wir bei der Einfahrt in den Redwood National Park. Aus der Ferne wirken sie fast unscheinbar, halt wie große Tannen, doch wenn man näher herankommt, gar aussteigt und ein bisschen zwischen ihnen umherwandert, zeigen sich die wahren Dimensionen. Wie klein doch der Mensch im Vergleich zu diesen Baumgiganten ist. Teilweise über 100 m ragen die Redwoods in den Himmel und lassen erst weit über uns die Mittagssonne erkennen. Als diese Bäume zu leben anfingen, befand sich die Welt in der Zeit des römischen Reiches. Ihren tausendjährigen Geburtstag feierten sie zur Zeit der Kreuzzüge, zur Entdeckung Amerikas waren sie schon rund 1700 Jahre alt und heute wandeln wir beide durch die letzten noch in Kalifornien vorhandenen Restbestände. Immer wieder machen wir halt, um Fotos zu schießen, und das, obwohl man nie eine Chance hat, einen kompletten Baum aufs Foto zu bekommen - wie man sehen kann, endet das also immer damit, dass man nur den unteren Teil des Stammes erkennen kann. Die Äste setzen erst relativ weit oben an und sind erstaunlich feingliedrig, das eigentliche Tannengeäst ist nicht größer, als bei einer herkömmlichen Fichte, die Zapfen nicht größer als eine Olive und der eigentliche Samen nicht größer als Tomatenkerne. Wie man sieht braucht es also nur ein paar Jahrhunderte Zeit, damit so ein Baum richtig wachsen kann - ich werde mal ein paar Samenkörner zu Hause in unserem Gärtchen versenken ... Wie schön, dass wir den Abend dann so stilvoll auf einem Campingplatz mitten zwischen Redwood Bäumen beschließen können. Neben unserem Stellplatz ist der ausgehöhlte Stamm eines abgestorbenen Baumes - mit ein bisschen gutem Willen würden wir darin unseren Campingtisch und zwei Stühle schon unterbringen. Am nächsten Tag fahren wir weiter durch die Avenue of the Giants - eine weitere Hommage an die Redwoods und nutzen sogar die Möglichkeit, auch mal mit unserem Auto durch einen gespaltenen Stamm eines solchen Baumgiganten zu fahren. Eine haarige Angelegenheit, wie sich dann herausstellt, denn unser Auto passt so gerade zentimetergenau durch die Öffnung, beide Außenspiegel muss ich einklappen und Petra macht nicht nur Fotos, sondern muss auch aufpassen, dass ich nirgendwo mit dem Dach anecke. Auf dem berühmten Highway No. 1 geht es dann ab Leggett entlang der kalifornischen Küste. Sehr kurvenreich führt die Straße direkt am felsigen Ufer entlang, immer wieder sehen wir zwischen den Klippen lange Sandstrände, an denen sich die großen Wellen des Pazifik brechen.
Anders als in Europa ist der Sand hier dunkelgrau, die Strände sind nicht etwa gepflegte Touristenstrände, sondern wilde Küsten mit angespülten Baumstämmen und Riesenalgen, die selbst aus der Nähe noch wie dicke Schlangen aussehen. Meist sind sie menschenleer, was bei dem Wetter aber auch nicht verwundert - kaum haben wir das Landesinnere hinter uns gelassen, fällt das Thermometer wieder drastisch von 26 Grad auf unter 16 Grad. Der Himmel ist verzogen und es weht ein kalter Wind. Ein Landschaft, wie man sie sich eher in Schottland vorstellen würde, als im "sonnenreichen" Kalifornien.
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