Glacier National Park in den Rocky Mountains ...
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Montag,
9. und Dienstag, 10. August 2004 |
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| Klaus: Nach einem fahrerischen Gewaltakt von über 600 km schaffen wir es, an einem einzigen Tag vom Yellowstone National Park bis zum Glacier National Park zu kommen - und dass, obwohl wir bei Wal Mart einen größeren Einkaufsstopp hinlegen. Dafür besitzen wir jetzt aber auch wieder zwei Campingstühlchen, nachdem eines ja leider das rückwärtige Rangieren im Yellowstone nur mit zwei gebrochenen Beinen überlebt hatte.
Mit dem Glacier National
Park haben wir sicherlich das Bären gefährlichste Gebiet Amerikas
erreicht. Überall wird man mit Warnschilder auf die Gefahren
hingewiesen: auf jedem Picknicktisch klebt ein Zettel mit dem Hinweis,
keinerlei Lebensmittel über Nacht draußen zu lassen und abends fahren
die Park-Ranger Streife, um zu überprüfen, dass auch jeder Platz
wirklich aufgeräumt ist. In jeder Parkbroschüre gibt es Warnhinweise,
wie man aggressive Bären erkennt, und wie man sich in
Gefahrensituationen zu verhalten hat ("Legen Sie sich auf den
Boden, nehmen Sie eine fötale Haltung ein und schützen Sie mit einer
Hand den Nacken ..."). Außerdem soll man sich bei Wanderungen
möglichst laut verhalten, sich unterhalten, singen und vor jeder
unübersichtlichen Stelle in die Hände klatschen. Wenn man Pfefferspray
besitzen, sollte man es bei einem Bärenangriff auch wirklich einsetzen.
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Mittwoch, 11. August 2004 Going-to-the-Sun ... |
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Petra: Beim ersten Sonnenschein klettert Klaus aus dem Bett und schießt ein Foto von unserer Aussicht heute morgen vom Bus aus. Sie ist aber auch zu schön. Trotz der eiskalten Nacht sitzen wir wieder beim Frühstück draußen und genießen den Blick auf die Berge. Heute fahren wir eine der schönsten Straßen der USA, will man dem Reiseführer glauben - die 50 Meilen lange Going-to-the-Sun Road. Sie gehört zu den eindruckvollsten Gebirgsstrecken Nordamerikas und windet sich über den Logan Pass in 2025 m Höhe und am türkisfarbenen McDonald River entlang wieder hinunter zum gleichnamigen See. Schnell erreichen wir den ersten Stop und unternehmen eine kurze Wanderung, um eine herrliche Sicht über den Lake Mary zu bekommen. Weiter geht es die zum nächsten Aussichtspunkt, der schon eine längere Wanderung voraussetzt. Aber die Mühe lohnt, unterwegs sehen wir Bergziegen und Widder und oben angelangt, werden wir mit einem herrlichen Bergpanorama belohnt. Viele Amerikaner haben uns im Vorfeld den Glacier National Park empfohlen und waren total davon begeistert. Obwohl eigentlich nicht geplant, haben wir diesen Umweg gemacht und finden eine herrliche Bergwelt vor. Vergleichbar mit den Bergen Europas, aber da wir beide die Berge lieben, bereuen wir den Abstecher nicht. Am Nachmittag finden wir noch Zeit, uns am Lake McDonald zu sonnen und schwimmen trotz des eiskalten Wassers, da uns der Schweiß nur so hinunter läuft. Vor einer wundervollen Bergkulisse liegen wir am See und genießen mal wieder unser Leben und unseren "halben Urlaubstag".
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